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Saturday, 29 August 2015
Forstvereinstagung in Schaffhausen zum Thema Klimawandel

Die Jahrestagung des Schweizerischen Forstvereins fand Ende August in Schaffhausen statt. Bemerkenswert ist die Grenzlage des Kantons. 152 km von 185 km Aussengrenze hat man mit Deutschland. Aufgrund der Flächenform überquert man die Landesgrenze sieben Mal wenn man vom westlichen zum östlichen Rand des Kantons reist. Die Verbindungen zur deutschen Nachbarschaft sind entsprechend eng.

Fachthema war dieses Jahr der Klimawandel und die daraus zu ziehenden Konsequenzen für die Waldbewirtschaftung. Es wurden die verschiedenen Modelle der Klimaentwicklung vorgestellt, die aber keine Prognosen sind. Fazit war, dass die künftige Entwicklung des Klimas nicht genau bestimmt werden kann, über die Richtung hin zu wärmeren Sommern, längeren Vegetationszeiten und vermehrten Extremereignissen gibt es jedoch kaum Zweifel. Für die Resistenz der Baumarten und die Produktivität der Wälder ist in Zukunft vor allem die Verfügbarkeit von Wasser während der Vegetationszeit entscheidend. Vom Baumartenspektrum her sind die Schweizer Wälder im Allgemeinen gut ausgestattet, um auf eine nicht allzu krasse Klimaerwärmung reagieren zu können.

In Anbetracht der Unsicherheiten ist ein gemischter Wald am besten zu beurteilen. In Bereichen, die bereits heute eher trocken sind, kann die Situation jedoch auch prekär werden. Die Einführung von nichtheimischen trockenresistenteren Baumarten wurde aus wirtschaftlichen Gründen propagiert, von Naturschutzseite eher kritisch beurteilt.