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Donnerstag, 21 Mai 2020
Die neue EU-Biodiversitätsstrategie - Kernpunkte für FSC

Credits: Gatis Šļūka

Die Europäische Kommission hat die neue EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 verabschiedet - ein umfassender, ehrgeiziger, langfristiger Plan zum Schutz der Natur und zur Wiederherstellung der Ökosysteme.


Die Strategie umfasst mehrere Initiativen, die für den FSC relevant sind:

  • Schutzplan: 30% des Landes werden geschützt und 10% erhalten strengen Schutz. Als Teil des strengen Schutzes wird die EU alle Primärwälder und Wälder mit altem Bestand in der EU definieren, kartieren und streng schützen.
  • Wiederherstellungsplan: Die Kommission wird einen Vorschlag für rechtsverbindliche EU-Ziele für die Wiederherstellung der Natur im Jahr 2021 vorlegen, um geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen, insbesondere diejenigen, die das größte Potenzial haben, Kohlenstoff einzufangen und zu speichern und die Auswirkungen von Naturkatastrophen zu verhindern und zu verringern.
  • Pestizide: Die Kommission wird Maßnahmen ergreifen, um den Gesamteinsatz chemischer Pestizide - und die damit verbundenen Risiken - bis 2030 um 50 % zu verringern und den Einsatz gefährlicherer Pestizide bis 2030 um 50 % zu reduzieren.
  • EU-Forststrategie: Die Kommission wird im Jahr 2021 eine spezielle EU-Forststrategie vorschlagen, die mit den umfassenderen Zielen der biologischen Vielfalt und der Klimaneutralität im Einklang steht. Sie wird einen Fahrplan für die Pflanzung von mindestens 3 Milliarden zusätzlichen Bäumen in der EU bis 2030 unter voller Berücksichtigung ökologischer Grundsätze enthalten. Parallel dazu wird die Kommission Leitlinien für eine biodiversitätsfreundliche Aufforstung und Wiederaufforstung entwickeln.
  • Bioenergie: Die Verwendung von ganzen Bäumen sowie Nahrungs- und Futtermittelpflanzen zur Energieerzeugung - ob in der EU produziert oder importiert - wird minimiert. Im Einklang mit der Richtlinie über erneuerbare Energien wird die Kommission im Jahr 2021 auch operationelle Leitlinien zu den neuen Nachhaltigkeitskriterien für forstliche Biomasse zur Energiegewinnung entwickeln.
  • Initiative zur nachhaltigen Unternehmensführung: Diese Initiative wird sich mit den Menschenrechten und der ökologischen Sorgfalts- und Sorgfaltspflicht über wirtschaftliche Wertschöpfungsketten hinweg befassen, und zwar in angemessener Weise entsprechend den unterschiedlichen Unternehmensgrößen.
  • Ökologischer Fußabdruck von Produkten: Die Kommission wird im Jahr 2021 Methoden, Kriterien und Standards entwickeln, um die wesentlichen Merkmale der Biodiversität, ihrer Dienstleistungen, Werte und nachhaltigen Nutzung zu beschreiben. Dazu wird die Messung des ökologischen Fußabdrucks von Produkten und Organisationen auf die Umwelt gehören, auch durch Lebenszyklus-Ansätze und Naturkapitalbilanzierung. In diesem Zusammenhang wird die Kommission die Einrichtung einer internationalen Initiative zur Bilanzierung von Naturkapital unterstützen.
  • Entwaldung: Die Kommission wird 2021 auch einen Legislativvorschlag und andere Massnahmen vorlegen, um das Inverkehrbringen von Produkten, die mit Entwaldung oder Waldschädigung in Zusammenhang stehen, auf dem EU-Markt zu vermeiden oder zu minimieren.

Sollten Sie Beobachtungen oder Rückmeldungen zu dieser Initiative haben, können Sie sich gerne an den EU Advocacy Manager des FSC International wenden: m.mascolo at fsc point org