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Donnerstag, 14 März 2019
FSC spielt eine grosse Rolle bei den Nachhaltigkeitsverpflichtungen von H&M

H&M (© H&M)© H&M

Die internationale Modemarke H&M hat sich kürzlich verpflichtet, bis Ende 2025 künstliche Cellulosefasern - die bei der Herstellung ihrer Kleider verwendet werden - aus nachhaltigen Quellen zu beziehen, insbesondere aus nicht alten und nicht gefährdeten Wäldern, und bevorzugt aus FSC-zertifizierten Wäldern. Mit dieser Verpflichtung will das Unternehmen der Erschöpfung der Wälder und der Entwaldung entgegenwirken. Die Fasern sollen auch aus recycelten Textilien und aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen werden.


H&M verstärkt derzeit seine Beschaffungspolitik und eliminiert alle Fasern, die ein hohes Risiko beinhalten, aus alten und gefährdeten Wäldern zu stammen. Daher konzentriert sich H&M auf nachhaltigere künstliche Cellulosefasern (MMC) für ihre Gewebe. Aus diesen MMC-Fasern werden Viskose, Lyocell und Modal hergestellt. Sie bestehen aus gelöstem Zellstoff, der hauptsächlich aus Holz hergestellt wird.

Hersteller von Cellulosefasern, die H&M liefern, müssen sich einem Audit durch CanopyStyle unterziehen. Ziel dieses unabhängigen Audits ist es, das geringe Risiko zu validieren und der Modebranche zu helfen, die nachhaltigsten Kaufentscheidungen zu treffen und Lösungen zur Erhaltung der Wälder zu entwickeln.

"Wir glauben, dass FSC das stärkste Zertifizierungssystem ist, um eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft zu gewährleisten", sagt Madelene Ericsson, Environmental Sustainability Business Expert bei H&M. "Durch eine Kombination der CanopyStyle Audits und die Verwendung von FSC-zertifiziertem Material wissen wir, dass die in unseren Produkten verwendeten Holzfasern aus gut bewirtschafteten Wäldern stammen, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile bieten. Wir sind bestrebt, unsere Verwendung von recycelten und landwirtschaftlichen Abfallfasern und von FSC-zertifiziertem Material zu erhöhen, und bis Ende 2025 sollten alle synthetischen Zellulosefasern auf Holzbasis aus FSC-zertifizierten Quellen und von Herstellern stammen, die ein geringes Risiko der Beschaffung aus alten und gefährdeten Wäldern durch die CanopyStyle-Audits bestätigt haben".

H&M ist 2014 der CanopyStyle-Initiative beigetreten. CanopyStyle-Mitglieder vertreten mehr als 170 globale Marken, darunter Stella McCartney und Zara/Inditex. Alle teilnehmenden Marken haben sich verpflichtet, keine künstlichen Cellulosefasern aus umstrittenen Quellen zu verwenden. Bis 2017 wurden mehr als 70 Prozent der weltweiten Holzfaserproduktion durch die CanopyStyle-Richtlinien geregelt.

H&M war auch an der Entwicklung des interaktiven Tools ForestMapper beteiligt. Von Canopy entworfen, stellt es alte und gefährdete Wälder auf globaler Ebene visuell dar. Auf diese Weise hilft ForestMapper Partnerunternehmen, Bereiche mit potenziellem Beschaffungsrisiko zu identifizieren und fundiertere Kaufentscheidungen zu treffen.

Quelle: FSC