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Montag, 13 März 2017
Kongo, Nutz und Schutz des Urwalds - arte.tv Beitrag

Congo

Der Wert der Wälder
In Zentralafrika liegt der zweitgrößte tropische Regenwald der Erde. In der Republik Kongo werden dort exotische Hölzer nachhaltig gewonnen. Zudem arbeiten die Bewirtschafter mit der indigenen Bevölkerung zusammen. Dies könnte als ein neues nachhaltiges und rentables Forstwirtschaftsmodell der Welt als Vorbild dienen.


Wie am Amazonas steht auch im zweitgrössten Regenwaldgebiet der Erde, im zentralafrikanischen Kongobecken, nicht alles zum Besten: Überwirtschaftung und Entwaldung bedrohen die grüne Lunge und ihre Ureinwohner. Doch in der Republik Kongo, Kongo-Brazzaville, gibt es Bestrebungen zur Einführung einer nachhaltigen Holzwirtschaft. Im Norden des Landes findet man Forstbetriebe, die dem aus der Kolonialzeit überlieferten Wirtschaftsmodell den Rücken kehren. Statt Raubbau im grossen Stil zu betreiben, versuchen sie wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz unter einen Hut zu bringen. Fernab von der Hauptstadt Brazzaville folgt eine Konzession diesem neuen Ansatz. Hier zählen nicht nur der Profit, sondern auch der Erhalt des Ökosystems und der Schutz der indigenen Bevölkerung. Die Bewirtschafter arbeiten mit den Waldvölkern zusammen. Diese Menschen, früher Pygmäen genannt, kennen den Wald wie ihre Westentasche. Die Unternehmen profitieren von ihrem reichen Erfahrungsschatz und achten im Gegenzug ihre Bedürfnisse. Eine solche Symbiose erscheint selbstverständlich, wird aber nur selten praktiziert. Die faire Holzwirtschaft wird zudem mit dem begehrten FSC-Gütesiegel belohnt, das Zugang zu neuen Märkten gibt. Ein Beispiel dafür, dass nachhaltige Forstwirtschaft durchaus rentabel sein kann! Die Dokumentation zeigt ein einzigartiges forstwirtschaftliches Experiment, das die lokale Entwicklung fördert und den internationalen Markt für exotische Hölzer bedient.

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Online Livestream vom 18. März bis zum 17. Mai 2017