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Montag, 25 April 2016
Mitgliederversammlung FSC Schweiz am 22.04.2016 in Perlen bei Luzern

Vormittag: Statutarischer Teil
Nachmittag: Besichtigung der Perlen Papier AG


Statutarischer Teil: Sämtliche Anträge des Vorstandes wurden einstimmig angenommen.

Neumitglied: Als neues Mitglied bei FSC Schweiz wurde die Swissprinters / Ringier Print aufgenommen.

Neu in den Vorstand wurde Reto Müller gewählt. Er ist Key Account Manager der Swissprinter/ Ringer Print.

Verabschiedung von Hans Peter Vieli. Hans Peter Vieli trat aus dem Vorstand und als Co-Präsident zurück. Mit Hans Peter Vieli tritt ein Pionier des FSC zurück. Simone Stammbach WWF Schweiz würdigte den grossen und langjährigen Einsatz von Vieli im Druckbereich mit einem bewegenden Rückblick. So war die Ropress Druckerei im Jahr 2000 die weltweit erste FSC-zertifizierte Druckerei. Heute sind es über 10‘000. FSC-Papier musste damals aus England importiert werden; in der Schweiz gab es noch keines. Eine solche Pioniertat macht man nicht aus kommerziellen Überlegungen, sondern aus Überzeugung.

Neu für den FSC Schweiz tätig ist Marta Valina, als Leiterin Sekretariat und Marketing. Frau Valina hat einen kaufmännischen Hintergrund und ist eidg. dipl. Kommunikationsleiterin. Sie übernimmt das Sekretariat, die Kommunikation und den Trademark Service.

Besichtigung der Perlen Papier AG
Die Papierfabrik der Perlen Papier AG hat imposante Ausmasse. Im Jahr 2013 hat man eine Investition von 500 Millionen Franken in eine neue Papiermaschine für Zeitungspapier getätigt. Damit wurde die Kapazität bei gleichbleibendem Personalstand drastisch erhöht, und dies in einem schrumpfenden Markt. Digitale Medien ersetzen zunehmend gedruckte. 85% der Produktion werden in den Euroraum exportiert. Der Euroschock hat das Unternehmen im Januar 2015 auch entsprechend hart getroffen. Dass man trotzdem konkurrenzfähig ist, verdankt man unter anderem der genannten Investition, die eine hocheffiziente weitestgehend automatisierte Produktion erlaubt. Die Fabrik verwendet ganz überwiegend Altpapier als Rohstoff. Die Anlagen verbrauchen eineinhalb mal soviel Strom wie die ganze Stadt Luzern. Man bezieht zudem Prozessdampf aus der nahegelegenen KVA der Innerschweiz, und man produziert zu einem kleinen Anteil auch selbst elektrischen Strom aus Holzhackschnitzeln und Wasserkraft. So kann man heute fast vollständig auf fossile Energieträger verzichten. Es war beeindruckend zu sehen, dass eine solche Industrieanlage für die Herstellung eines Massenproduktes in der Schweiz noch existiert. Auch das grosse Engagement der Beschäftigten und ihre Identifikation mit der Firma waren deutlich spürbar.


Mitgliederversammlung FSC Schweiz am 22.04.2016 in Perlen bei Luzern