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Dienstag, 16 Juni 2015
EU/NA/CIS - Networkmeeting

Baufirma M.J. De Nijs  1

Vom 21. bis 24. April fand in Hoorn, Niederlande das diesjährige Treffen der FSC-Netzwerkpartner aus Europa, Nordamerika und den Kaukasusländern statt.


- Strategic Plan 2015 – 2020. Vorgestellt wurde der Entwurf zum „Strategic Plan 2015 - 2020“ durch Kim Carstensen, Geschäftsführer FSC International. Eine Vorgabe der Generalversammlung (General Assembly GA) war, dass der FSC seine Aktivitäten an strategischen Zielen orientieren solle. Im Plan werden die angenommenen Motionen der GA aufgenommen. Dazu gehören mehr Präsenz in den Tropen, Vereinfachung des Systems bei gleichzeitiger Sicherung der Integrität des Systems, Umsetzung der Motion 65 über IFL (Schutz intakter Waldlandschaften). Bemerkenswert war auch das Bemühen, Inhalte der abgelehnten Motion 45 (Anwendung der Normen der International Labor Organisation ILO) doch in das Regelwerk des FSC zu integrieren.

- Board meeting #68 23-27 March 2015, Bonn. Kim Carstensen informierte über die Ergebnisse des 68. Treffens des Boards von FSC international, dem obersten Leitungsgremium. Wichtiger Punkt war die Verabschiedung der IGI’s (siehe hierzu unten)

- Transformation Plan. An der GA 2014 war gefordert worden, die Organisation und die Art der Zusammenarbeit innerhalb des FSC zu überprüfen hinsichtlich Vereinfachung, Effizienz und Effektivität.

- 2020 Team. Dieses Team von Netzwerkpartnern war aus dem früheren Motion 8 Team hervorgegangen. Motion 8 der GA von 2011 hatte gefordert, dass sich der FSC besser als „one global organisation“ präsentieren und organisieren sollte. Das Team besteht aus Loa Dalgaard (Dänemark), Francois Dufresne (Kanda), Andrei Ptichnikov (Russland). Das Arbeitsprogramm bis 2020 wurde vorgestellt. Wichtig in diesem Zusammenhang sind Überlegungen wie künftig das „revenue sharing“ funktionieren sollte, das heisst, die Verteilung der Mittel für die Netzwerkpartner.

- Update on IGI’s. Die International Generic Indicators IGI’s sind Indikatoren, die weltweit gelten und die eine homogenere Anwendung der Prinzipien und Indikatoren zur FSC-konformen Waldbewirtschaftung gewährleisten sollen. Diese waren in einem mehrjährigen Verfahren mit drei Konsultationsrunden entwickelt worden. Die IGI’s müssen dann aber immer noch den nationalen Gegebenheiten entsprechend angepasst werden. Beachtenswert sind die Bemerkungen des Boards zum Entscheid, dass die nötige Flexibilität sicherzustellen ist. Bis Ende 2017 sollen alle nationalen Waldstandards angepasst sein. Die Schweizerische „Standard Development Group“ SDG ist dazu parat.

- Supply chain integrity. Dargestellt wurde, dass es wirklich ein Problem gibt mit dem derzeitigen System, Transaktionen von FSC-Materialien vollständig zu verifizieren. OCP ist immer noch in der Testphase und kann von Teilnehmern der Produktkette probeweise benutzt werden.

- Global Brand Positioning. Es wurde über den Stand und die unmittelbar bevorstehende Publikation des neuen Kommunikationsmaterials informiert (siehe unten).

- Europäische Koordination. Die Aktivitäten der Europäischen Partner sollen besser koordiniert werden. Nachdem ein Europäisches Regionales FSC-Büro gescheitert und wieder geschlossen worden war, wurde die Einsetzung eines Koordinators befürwortet, jedoch ohne eigenes Büro und weiterem Personal.

- Besuch FSC-Bauprojekt. Zum Abschluss wurde noch die Baufirma M.J. De Nijs besucht, die ausschliesslich FSC-Holz verwendet und es wurde ein Bauprojekt der Firma mitten in Amsterdam besichtigt: Ein Komplex mit 27‘000 m2 für Alterswohungen, Läden, medizinisch/pflegerischer Station. Sämtliche Holzbestandteile des Baues werden mit FSC-Holz ausgeführt (Fenster- und Türrahmen, Fassadenunterbau, Dachkonstruktion). Die Bauherrschaft besteht aus institutionellen Anlegern, überwiegend Pensionskassen. FSC war keine Anforderung der Bauherrschaft, jedoch ist FSC bei der Baufirma M.J. De Nijs fester Bestandteil der Firmenphilosophie und somit Standard. http://www.denijs.nl/nl/zakelijk


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